Artikel

Moosbeeren Für Probleme Mit Dem Harnsystem

Probleme mit dem Harnsystem haben verschiedenen Charakter und unterschiedliche Ursachen. Sie nehmen die Form von Entzündungen der Blase und der Harnwege, bakterieller Entzündungen oder belastender Probleme mit dem Harnhalten an. Die Verstärkung der das Harnsystem bauenden und umgebenden Gewebe und die Einschränkung der Entwicklung krankheitserregender Bakterien ist eine Möglichkeit zur Linderung und Verhinderung von Leiden des Harnsystems.

Eine Entzündung der Blase und der Harnwege sind die häufigsten mit dem Harnsystem verbundenen Krankheiten. Sie verschlimmern sich im Herbst- und Winterzeitraum bei schlechtem Wetter sowie bei verminderter Widerstandskraft in Folge anderer Krankheiten oder durch Stress. Das Harnsystem der Frau ist bedeutend stärker Infektionen, Entzündungen und Verletzungen ausgesetzt, als dies bei Männern der Fall ist. Grund dafür sind die anatomischen Unterschiede und die Nähe der Geburtswege. Blasenentzündungen kommen auch bei Männern mit Problemen bei der Leerung der Harnblase aufgrund von Prostatavergrößerungen, bei Schwerkranken und bei Patienten mit Katheder auf. Bakterieninfektionen schwächen Gewebe und Epithel des Harnsystems und bewirken Entzündungen. Folge einer Blasenentzündung ist ein unangenehmes, ständiges Gefühl des Brennens und des Drucks in der Blase sowie Schmerzen während der Harnabgabe. Die Behandlung besteht in der Einnahme von Antibiotika und anderen Präparaten mit desinfizierender und tonisierender Wirkung. Zum Teil werden auch warme Sitzbäder zur Verringerung der Schmerzen und des Brennens angewendet. Eine nicht behandelte, wiederkehrende Entzündung der Harnwege kann zu ernsthafteren Krankheiten führen, etwa zu Harninkontinenz, die als schamvolle Krankheit anerkannt wird. Es werden viele Arten der Harninkontinenz unterschieden, unter anderem verbunden mit dem Harnlassen während einer Anstrengung, beim Nießen, Husten oder im Schlaf sowie nach plötzlichem Druck. Die schwerste Form dieser Krankheit ist das ständige, unkontrollierte Harnlassen.

Harninkontinenz wird doppelt so häufig bei Frauen, vor allem nach dem 45. Lebensjahr, festgestellt. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören als das Geschlecht, das Alter, die Menopause, das Fehlen physischer Aktivität, operative Eingriffe am Harn- und Geschlechtssystem sowie einige Krankheiten, wie etwa Prostata-Vergrößerungen, Hirnschlag, MS, Diabetes und Kreislaufschwäche. Harninkontinenz ist eine fortschreitende Krankheit, wenn sie nicht behandelt wird. Sie verschwindet nie von selbst.

Um Beschwerden des Harnsystems vorzubeugen, sollten Produkte auf Moosbeeren-Basis in die Diät aufgenommen werden, wie etwa natürlicher Moosbeerensaft oder Moosbeerenextrakt in Form von Kapseln. Die Moosbeere ist eine bekannt Heilpflanze, die seit langem zur Behandlung von Infektionen des Harnsystems verwendet wird. Der aus Moosbeeren gewonnene Saft enthält ungewöhnlich wertvolle Bestandteile, die bei der Beseitigung der Infektionsursache, also der Bakterien helfen. Moosbeerensaft ist reich an Polyphenolen, Anthocyanen und Vitaminen, die einen sehr positiven Einfluss auf den Zustand des Harnsystems haben. Die außergewöhnlichen Eigenschaften des Moosbeerensaftes wurden in vielen wissenschaftlichen Publikationen bestätigt. Es wurde nachgewiesen, dass der regelmäßige Genuss von Moosbeerensaft die Häufigkeit von Entzündungen um die Hälfte senkt, da er das Anhaften der Bakterien an den Wänden der Harnblase und der Harnleiter einschränkt. Die häufigste Ursache der Infektionen des Harnsystems ist die Bakterie Escherichia coli. Die in den Moosbeeren enthaltenen Tannine und Proanthocyane erschweren den Bakterien E.coli das Anhaften an den Schleimhäuten. Die Proanthocyane ändern die Form der Bakterien, erschweren diesen die Ausscheidung von Signalsubstanzen, die mit der Entwicklung von Kolonien verbunden sind, wodurch sie nicht in der Lage sind, Biofilme zu bilden und einfacher aus der Blase bei der Harnabgabe ausgeschieden werden können.

Moosbeerensaft ist zudem reich an Antioxidantien (Polyphenole, Flavonoide und Anthocyane), die die freien Radikale zerstören und die Wände der Blutgefäße abdichten. Die Flavonoide der Moosbeeren ähneln in ihrem Aufbau denen in Rotwein, haben aber noch einen weiteren Vorteil – sie wirken antithrombotisch und verhindern ein Zusammenballen der Blutplättchen. Dank dessen entstehen in den Gefäßen keine Klumpen von Blutplättchen, die die Blutgefäße verstopfen und Thrombosen bewirken könnten. Die Flavonoide der Moosbeeren verhindern Arteriosklerose, da sie die Oxidierung von Cholesterin und die Bildung von Arterioskleroseplättchen verhindern sowie die Blutgefäße abdichten und erweitern. Durch ihren großen Gehalt verleihen sie dem Saft einen charakteristischen, bitteren Geschmack. Ander gesundheitsfördernde Bestandteile des Moosbeerensafts sind Eiweiß, Ballaststoffe, organische Säuren (Apfel- und Zitronensäure), Folsäure, Vitamin A und C, Vitamine aus der B-Gruppe sowie die Mineralien Kalzium, Eisen, Phosphor und Magnesium. Die Moosbeeren enthalten wenig Natrium, ein in großen Mengen schädliches Element, das für die Speicherung des Wassers im Organismus verantwortlich ist.

Um die richtige Funktion des Harnsystems bis ins hohe Alter zu erhalten, muss man sich um dieses System ein Leben lang sorgen, etwa durch die Bereicherung der täglichen Diät mit Produkten, die seine Funktion unterstützen. Moosbeeren oder natürlicher, direkt aus ihnen gepresster Saft gehören ohne Zweifel zu diesen Produkten.

dr Katarzyna Suchoszek-Łukaniuk

Natural support for immunity

Der Herbst- und Winterzeitraum zeichnet sich durch veränderliches Wetter und Temperaturschwankungen aus und deshalb für unseren Organismus besonders belastend. Unsere Widerstandsfähigkeit wird auf die Probe gestellt, was oftmals mit Übermüdung, Schwächung, Infektionen der oberen Atemwege, Erkältungen, Schnupfen und Grippe endet. In diesem ungünstigen Zeitraum sollten wir besonders auf der Bereicherung unserer Diät um Verbindungen achten, die unser Immunsystem auf natürliche Weise unterstützen.

Insbesondere sollten wir dabei auf Lipidverbindungen, wie Alkylglycerole, mehrfach ungesättigte Fettsäuren der Familien Omega-3 und Pmega-6 sowie einfach ungesättigte Fettsäuren der Familie Omega-9 achten. Die reichste Quelle an Alkylglycerolen ist Haileberöl.

Alkylglycerole aktivieren und unterstützen die Funktionen des Immunsystems. Sie nehmen am Prozess der Erythropoese (Herstellung roter Blutkörperchen), Leukopoese (Herstellung weißer Blutkörperchen) sowie Thrombopoese (Herstellung von Blutplättchen) teil. Zudem sind sie am mehrstufigen Prozess der Umgestaltung von Monozyten in aktive Makrophagen, also den Fresszellen des Immunsystems, beteiligt. Makrophagen phagozytieren (aufnehmen) krankheitserregende Bakterien und andere Pathogene und produzieren Substanzen, die für die Funktion des Immunsystems wichtig sind.  
Alkylglycerole „vermitteln“ zudem im System der Zellmediatoren, wie etwa dem plättchenaktivierenden Faktor (PAF), der die Aggregation und Degranulierung von Plättchen und Makrophagen stimuliert. Sie haben antibakterielle und antivirale Wirkung, verringern das Risiko einer Infektion des Atemsystems und weisen entzündungshemmende Eigenschaften auf. In Hinsicht auf diese Eigenschaften stimulieren sie hervorragend Immunprozesse und übertragen die Immunität vor der nächsten Infektion. Im menschlichen Organismus werden diese Verbindungen in zu kleinen Mengen produziert und befinden sich in der Leber, der Milz, dem gesunden Knochenmark und der Muttermilch. Ihre Zuführung mit der Nahrung ist sehr wünschenswert.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, also anders gesagt essentielle Fettsäuren, zu denen die Omega-3-Säuren und die Omega-6-Säuren gehören, sind vom Gesichtspunkt der Ernährungsphysiologie des Menschen die wichtigsten Fette. Diese Fettsäuren werden nicht durch den Organismus erzeugt und müssen daher mit der Nahrung zugeführt werden. Sie stellen ein wichtiges Baumaterial der Zellmembranen dar und sind für deren korrekten Aufbau und die richtige Funktion verantwortlich. Störungen in der Zusammensetzung der Zellmembranen bewirken Störungen beim Elektrolytaustausch, im Transport von Medikamenten sowie in der Übermittlung von Signalen zwischen den Zellen. Die Verringerung des Gehalts der essentiellen Fettsäuren in der Zellmembran bremst die Endozytose-Aktivität der Makrophagen (d.h. ihre Fähigkeit zur Aufnahme von Pathogenen), was zu einer Schwächung des Immunsystems führt. Deshalb dürfen die essentiellen Fettsäuren in unserer Diät nicht fehlen.

Die einfach ungesättigten Fettsäuren der Familie Omega-9 sind ähnlich wie die Omega-3-Säuren für den richtigen Bau der Zellmembranen und damit auch für die Funktion jeder Zelle in unserem Organismus verantwortlich. Die Omega-9-Säuren verringern die Durchlässigkeit der Membranen, haben also eine entgegengesetzte Wirkung im Vergleich zu den Omega-3-Säuren und Omega-6-Säuren. Dadurch wird eine entsprechende Intensität des Durchflusses der Nahrungsbestandteile und des Sauerstoffes aus dem Blutplasma in die Zelle sowie die Beseitigung der überflüssigen Substanzen aus der Zelle gesichert, was die richtige Arbeit des Immunsystems unterstützt.

Ein entsprechendes Vorkommen der ungesättigten Fettsäuren in der Diät hat einen sehr großen Einfluss auf die Aufnahme wichtiger Mineralien, Vitamine und anderer Nährsubstanzen, welche die korrekte Funktion des Organismus unterstützen. Ihre Verbindung mit den die Immunprozesse stimulierenden Alkylglycerolen stellt eine natürliche Stärkung unserer Widerstandskraft dar, was dabei hilft, unseren Organismus zu stärken und während des Herbst- und Winterwetters zu schützen.

dr Katarzyna Suchoszek-Łukaniuk

Die optimalen Proportionen der Fettsäuren Omega-3, Omega-6 und Omega-9 in der täglichen Diät

Fette sind ein sehr wichtiges Element in unserem Organismus und müssen daher täglich verzehrt werden. Leider werden sie oftmals als schädlicher Bestandteil der Diät betrachtet. Deshalb ist daran zu denken, dass sich unter ihnen auch die vorteilhaften, für die korrekte Funktion des Organismus nicht zu ersetzenden ungesättigten Fettsäuren aus den Familien Omega-3, Omega-6 und Omega-9 befinden. Deren richtiges Verhältnis zueinander in der täglichen Diät ist vom Gesichtspunkt der Prophylaxe zahlreicher Krankheiten ungewöhnlich wichtig.

Die ungesättigten Fettsäuren werden in zwei Gruppen eingeteilt: einfach ungesättigte (Omega-9) und mehrfach ungesättigte (Omega-3 und Omega-6), wobei jede von ihnen eine andere Bedeutung für die Funktion des Organismus hat.

Einfach ungesättigte Fettsäuren – Omega-9
Diese Fettsäuren stellen als Hauptbestandteil von Olivenöl das grundlegende Element der für unser Herz vorteilhaften mediterranen Diät dar und spielen neben den essentiellen Fettsäuren eine wichtige Rolle in der Prophylaxe gegen Arteriosklerose. Sie haben Einfluss auf die Absenkung des LDL-Cholesterins (des sogenannten „schlechten“ Cholesterins) und erhöhen gleichzeitig das Niveau der HDL-Fraktion (des sogenannten „guten“ Cholesterins), wobei sie keinen Einfluss auf das Niveau der Triglyceride (TG) haben. Im Mittelmeerraum, wo der Verzehr von Omega-9-Säuren sehr hoch ist, ist die Häufigkeit der Erkrankungen der Herzkranzgefäße und damit der Arteriosklerose sehr gering.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren – Omega-3 und Omega-6
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die auch „essentielle Fettsäuren“ genannt werden, haben in Hinsicht auf die Ernährungsphysiologie des Menschen die größte Bedeutung. Diese Fettsäuren werden nicht durch den Organismus erzeugt und müssen daher mit der Nahrung zugeführt werden Sie stellen ein wichtiges Baumaterial der Zellmembranen dar und sind für deren korrekten Aufbau und die richtige Funktion verantwortlich. Störungen in der Zusammensetzung der Zellmembranen bewirken Störungen beim Elektrolytaustausch, im Transport sowie in der Übermittlung von Signalen, etwa Nervenimpulsen zwischen den Zellen. 

Die Verringerung des Gehalts der essentiellen Fettsäuren in der Zellmembran bremst die Endozytose-Aktivität der Makrofagen, was zu einer Schwächung des Immunsystems führt. Durch den Stoffwechsel werden aus den essentiellen Fettsäuren Gewebehormone, Eikosanoide, synthetisiert: Prostaglandine, Prostacycline, Leukotriene und Thromboxane, die an der Regelung der Entzündungs- und Immunprozesse teilnehmen. Die essentiellen Fettsäuren sind für den Transport der Lipide im Blut verantwortlich, vor allem des Cholesterins. Auf diese Weise tragen sie zur Senkung seines Spiegels bei. Sie verhindern die Gerinnung des Blutes durch die Fähigkeit zur Hemmung der Aggregation der Blutplättchen, wodurch sie Thrombosen vorbeugen. Sie erhöhen den Durchfluss des Blutes durch die Herzkranzgefäße und damit die Stärke der Kontraktion des Herzmuskels. Die essentiellen Fettsäuren sind ein wichtiges Element in der Prophylaxe der Krankheiten des Herzen und des Blutkreislaufes.

Die optimalen Proportionen der Fettsäuren Omega-3, Omega-6 und Omega-9 in der täglichen Diät
Die Menge und die Art der verzehrten Fette hat in der Prophylaxe zahlreicher Krankheiten besondere Bedeutung. Bedingung für eine korrekte Funktion aller drei Arten der ungesättigten Fettsäuren ist ihr entsprechendes Verhältnis in der täglichen Diät. Die europäische Standarddiät liefert große Mengen an Omega-6-Säuren, während der Anteil von Omega-3-Säuren sehr gering ist. Dies führt dazu, dass das Verhältnis von Omega-6-Säuren zu Omega-3-Säuren gestört ist und etwa 20:1 beträgt, während es korrekt im Intervall zwischen 4:1 und 2:1 liegen müsste. Ein entsprechendes Verhältnis der essentiellen Fettsäuren ist für die korrekte Funktion des Organismus sehr wichtig. Im Ergebnis des Stoffwechsels entstehen aus den Omega-6-Säuren Verbindungen mit entzündungsförderndem Charakter, aus den Omega-3-Säuren dagegen – entzündungshemmende Verbindungen. Ein langfristiges Übermaß an Omega-6-Säuren in der Diät begünstigt die Schwächung des Immunsystems und eine übermäßige Anfälligkeit für Entzündungen. Es führt außerdem zur Aggregation der Blutplättchen und zur Bremsung des Einbaus von EPA und DHA in die Zellmembranen.

Eine entsprechende Menge der Omega-9-Säuren im Verhältnis zu den essentiellen Fettsäuren ist dagegen für den korrekten Aufbau der Zellmembranen wichtig. Omega-3-Säuren und Omega-6-Säuren bewirken einen Anstieg der Durchlässigkeit, Omega-9-Säuren dagegen verringern diese Durchlässigkeit. Dadurch gleichen sie die Wirkung der essentiellen Fettsäuren aus und regulieren die Zellmembranen. Wichtig ist daher, dem Organismus alle Arten der ungesättigten Fettsäuren in entsprechenden, ausgeglichenen Proportionen zu liefern. 

Zu diesem Zwecke ist die Diät um fertige Präparate zu ergänzen, die dem Körper Omega-3-Säuren, Omega-6-Säuren und Omega-9-Säuren in den optimalen Proportionen gemäß den aktuellen Vorgaben zuführen. Diese Ausführende pflanzlichen Quellen der Omega-Säuren aufbauenden und aus kaltgepressten Pflanzenölen bestehenden Präparate sollten unbedingt genutzt werden. Gegenüber den Produkten aus Fischtran besitzen sie den Vorteil, dass aus der Omega-3-Säure ?-Linolensäure (ALA) die anderen Omega-3-Säuren EPA und DHA hergestellt werden können. Die Umkehrreaktion findet dagegen nicht statt – aus EPA und DHA im Fischtran erzeugt der Organismus kein ALA. Zusätzlich sind die pflanzlichen Quellen der Fettsäuren frei von Verschmutzungen mit Schwermetallen, wie etwa Quecksilber, das sich vor allem in der Fischleber kumuliert, aus der die Fette erhalten werden.

dr Katarzyna Suchoszek-Łukaniuk

Intestines In Good Shape

In der Zeit der hochgradig verarbeiteten Lebensmittel leidet ein Großteil der Menschen an Funktionsstörungen des Verdauungssystems. Der allgemeine Stress, das zu schnelle Lebenstempo und falsche Ernährungsangewohnheiten sind die Hauptursachen für diese Probleme. Besonders häufig auftretende Leiden, die mit falschen Ernährungsgewohnheiten verbunden sind, sind Verstopfungen. An ihnen leiden derzeit etwa 60% der Frauen und 25% der Männer. Verstopfungen können die Konsequenz oder die Ursache ernsthafterer Krankheiten sein, weshalb sie nie unterschätzt werden sollten. Um sie zu verhindern, reichen eine Veränderung der Diät und deren Vervollständigung mit Ballaststoffen auf Grundlage natürlicher pflanzlicher Bestandteile, welche die Arbeit des Darms unterstützen, aus.

Verstopfungen sind meist ein Komplex verschiedener Symptome: weniger als drei Stuhlgänge in der Woche, Stuhl mit harter Konsistenz, unvollständiger Stuhlgang, starker Druck im Darm. Mit anderen Worten – Verstopfungen bedeuten eine erschwerte oder systematisch ungenügende Ausscheidung des Stuhls. Grundlegende Ursachen der Verstopfungen sind: Störungen der Motorik des Darms, Schwächung des Bedarfs zur Ausscheidung des Stuhls sowie Änderungen im Aufbau des Darms oder der nächstliegenden Organe, die eine normale Fortbewegung des Darminhalts in Richtung zum After erschwert. Verstopfungen können ebenfalls Entzündungen des Dünndarms (bei jedem fünften Patienten, bei chronischen Entzündungen des Dünndarms sogar bei jedem zweiten Patienten) begleiten, weshalb sie nicht unterschätzt werden dürfen. Verstopfungen und Blähungen sind oftmals Leiden älterer Menschen (nach dem 65. Lebensjahr). Sie treten bei ihnen zweimal häufiger auf, als bei jungen Menschen. Im fortgeschrittenen Alter wird die Peristaltik des Darms gestört, die an der Ausscheidung des Stuhls beteiligten Muskeln der Bauchpresse und des Beckenbodens werden schwächer. Es erhöht sich zudem die Anzahl der Verstopfungen durch Medikamentenmissbrauch. Bei älteren Personen kommt es häufiger zur Bildung von Stuhlsteinen, die Darmgeschwüre oder eine vollständige Darmverstopfung bewirken können.

Eine große Rolle in der Prophylaxe und Heilung von Verstopfungen spielt ein aktiver Lebensstil. Physische Übungen stimulieren die motorische Aktivität des Darms, stärken die Bauchmuskeln und die allgemeine Kondition des Organismus. Zudem muss an eine tägliche bilanzierte Diät mit einer ausreichenden Menge Ballaststoffen und Flüssigkeiten gedacht werden. Eine an Obst und Gemüse arme Diät ist durch Ballaststoffpräparate mit natürlichen Bestandteilen zu ergänzen, die auf eine Erhöhung der Masse des Stuhls und seine Aufweichung Einfluss haben. Bei der Einnahme von Ballaststoffpräparaten darf nicht vergessen werden, dass im Verlaufe des Tages eine entsprechende Menge Flüssigkeiten getrunken werden muss. Eine Portion des Ballaststoffpräparats muss zusätzlich mit mindestens einem Glas Wasser geschluckt werden. Der Vorteil der Ballaststoffpräparate besteht darin, dass sie nicht abhängig machen und über längere Zeit angewendet werden können. Solche Präparate sollten Ballaststoffe aus verschiedenen Pflanzen sowie Verbindungen enthalten, die die Erhaltung des Gleichgewichts der Mikroflora im Darm unterstützen. Die in den besten Präparaten eingesetzten Ballaststoffe werden aus Flohsamen, gemahlenem Lein und Äpfeln gewonnen. Diese Präparate enthalten zudem oftmals Präbiotika – also Verbindungen, die das Wachstum der Darmbakterien fördern, wie etwa Inulin oder andere Fructooligosaccharide.

Flohsamen stammen vom Flohkraut, dessen Samen Hülsen besitzen, die mit wasserlöslichen Ballaststoffen bedeckt sind. Nach einer Befeuchtung bilden sie Schleim, der die Schleimhäute des Darms bedeckt und befeuchtet, wodurch der Durchlass einfacher wird und der Darm vor mechanischen Abschürfungen und dem Einwirken von Toxinen und Krankheitserregern geschützt wird.

Gemahlene Leinsamen stellen ebenfalls eine reiche Quelle für Ballaststoffe dar – sowohl wasserlöslicher (die Schleim bilden), wie auch wasserunlöslicher, die die Masse und Weichheit des Stuhls erhöhen. Daneben sind sie eine Quelle von Mineralien und Vitaminen der Gruppe B.

Apfel-Ballaststoffe dagegen sind insbesondere bei Diabetikern beliebt, da sie die Aufnahme von Zucker aus dem Darm erschweren und dadurch die Schwankungen des Zuckerspiegels im Blut verringern.

Ein wichtiger Zusatz zu den Präparaten zur Regulierung der Darmarbeit sind Präbiotika, also Verbindungen, die die Nahrung für die Bakterien der Darmflora darstellen, die eine Entwicklung von Krankheitserregern verhindern, Toxine neutralisieren sowie Vitamine und Verbindungen zur Aktivierung des Immunsystems ausscheiden. Präbiotika, wie etwa Inulin, stimulieren die Mikroflora des Darms zur Vermehrung.

Beim Auftreten von Symptomen einer Verstopfung sollte man zuerst einmal mit einer nicht-pharmakologischen Behandlung beginnen, anstatt gleich Abführmittel zu nehmen, da deren übermäßige Einnahme ernsthafte Nebenwirkungen haben kann. Gute Präparate zur Regulierung der Darmfunktion auf Basis pflanzlicher Wirkstoffe liefern entsprechende mengen Ballaststoffe und Bestandteile zur Vermehrung der Darmflora und helfen somit auf milde und natürliche Weise, die Darmfunktion zu regulieren. Solche Präparate können häufig und langzeitig eingenommen werden, ohne dass die Gefahr einer Abhängigmachung besteht.

dr Katarzyna Suchoszek-Łukaniuk

Vitamin K und D

Vitamine sind in der Regel eine wichtige Gruppe von Verbindungen, ohne die unser Organismus nicht in der Lage ist, korrekt zu funktionieren. Wir benötigen sie unabhängig von Alter und Geschlecht, obwohl vielleicht in verschiedenen Mengen. Einige von ihnen kann uns Organismus selbst herstellen, andere müssen ihm zusammen mit der Nahrung zugeführt werden. Unter den Vitaminen befinden sich sowohl wasserlösliche, wie auch solche, für deren Absorption Fette benötigt werden. Unabhängig davon müssen wir uns immer um eine abwechslungsreiche Diät mit viel Obst und Gemüse sowie Pflanzen- und Fischfetten als Quelle der Vitamine sorgen, um Vitaminmangel vorzubeugen.

Die Vitamine K und D gehören zu den fettlöslichen Vitaminen, die in gewissen Lebenszeiträumen unbedingt eingenommen werden müssen. Im Säuglingsalter haben sie eine riesige Bedeutung für die Entwicklung der Kinder ab den ersten Lebensmomenten, im späteren Alter determinieren sie die richtige Funktion des Organismus.

Vitamin K wird als Vitamin der Blutungshemmung bezeichnet, weil es für den korrekten Verlauf des Gerinnungsprozesses des Blutes notwendig ist. Es ist für die Aufrechterhaltung der korrekten Konzentration der Gerinnungsfaktoren sowie der Eiweiße zur Bindung des Kalziums in den Nieren, im Mutterkuchen und den Lungen verantwortlich. Vitamin-K-Mangel tritt vor allem durch schwache Blutgerinnung, höhere Anzahl der inneren und äußeren Blutungen sowie Schwierigkeiten im Heilprozess der Wunden zu Tage. Vitamin K wird durch die Dickdarmbakterien produziert, die Menge des endogenen Vitamin K ist für den Organismus jedoch nicht ausreichend. Dies betrifft vor allem Neugeborene und Säuglinge, die besonders für Vitamin-K-Mangel empfindlich sind. Dies folgt daraus, dass sie noch keine vollständig ausgestaltete Darm-Mikroflora besitzen, die in der Lage ist, dieses Vitamin zu produzieren. Deshalb wird jedem Neugeborenem nach der Geburt im Krankenhaus eine große Dosis Vitamin K in Höhe von 0,5 mg verabreicht. Danach sollten alle mit Muttermilch gestillten Säuglinge ab Beginn der zweiten Lebenswoche bis zum Ende des dritten Lebensmonats prophylaktisch kleinere Mengen erhalten.

Die tägliche Dosis Vitamin K, die vom Landeskonsultanten für Pädiatrie und dem Expertenteam festgelegt wurde, beträgt 25 µg. Diese Empfehlungen sind Teil der Prophylaxe gegen für Säuglinge sehr gefährliche Blutungen wegen Vitamin-K-Mangel. Diese Krankheit ist leider keine Seltenheit und manifestiert sich durch Blutungen des Verdauungstraktes, des Nabels, der Schleimhäute und der Haut, die in schweren Fällen sogar zum Tod führen kann. Mit Ersatzmilch gestillte Kinder erhalten entsprechende Vitamin-K-Dosen in den Milchmischungen. Nach dem 3. Lebensmonat übernimmt die Darmflora die Produktion des Vitamins und eine Supplementierung ist nicht mehr notwendig. In späteren Lebensetappen der Kinder und Jugendlichen ist jedoch daran zu denken, dass eine an grünem Gemüse reiche Diät angewendet wird, die vor Vitamin-K-Mangel schützt.

Das zweite für die Entwicklung der Kinder wichtige Vitamin, das unbedingt zugeführt werden muss, ist das Vitamin D. Vitamin D ist für die normale Entwicklung der Knochen und Zähne notwendig. Sein Mangel kann zu Rachitis und Knochenaufweichung sowie bei Erwachsenen zu Osteoporose führen. Es wird in der haut synthetisiert, jedoch ausschließlich unter dem Einfluss einer entsprechenden Menge Sonneneinstrahlung. Eine zu geringe Sonneneinstrahlung (vor allem im Herbst und Winter) sowie die allgemeine Verwendung von Kosmetika mit UV-Filter beschränken diese Synthese um bis zu 90%. Nach den Empfehlungen des Landeskonsultanten für Pädiatrie und des Expertenteams hinsichtlich der Prophylaxe von Rachitis sollten mit Muttermilch gestillte Neugeborene und Säuglinge 400 Einheiten Vitamin D täglich ab den ersten Lebenstagen über den gesamten Stillzeitraum erhalten. Bei künstlich oder auf gemischte Weise gefütterten Kindern legt der Arzt die Dosis individuell unter Berücksichtigung der in der modifizierten Milch enthaltenen Vitamin-D-Dosis fest.

Dagegen sollten Kinder bis zum 18. Lebensjahr täglich 400 Einheiten des Vitamins im Zeitraum von Oktober bis März sowie ebenfalls in den Sommermonaten erhalten, wenn keine entsprechende Synthese in der Haut gewährleistet ist. Bei Kindern mit Übergewicht kann der Arzt größere Dosen von 800 – 1000 Einheiten verordnen. Bei Erwachsenen und vor allem schwangeren Frauen und stillenden Müttern wird die Einnahme von 800 – 1000 Einheiten täglich von Oktober bis März empfohlen. Bei Personen nach dem 65. Lebensjahr wird wegen der verringerten Synthese in der Haut und der nachgewiesenen Wirkung zur Verhinderung von Brüchen eine Supplementierung in Höhe von 800 – 1000 Einheiten täglich über das gesamte Jahr empfohlen. Bei einigen Menschen, die an einer Schwächung der Funktion des Verdauungssystems, der Lebe rund der Nieren leiden, was die Absorption von Vitamin D und Kalzium aus der Nahrung bremst, kann der Arzt die Einnahme höherer Dosen verschreiben.

Die Nahrungsquellen beider Vitamine sind unterschiedlich, weshalb eine abwechslungsreiche Diät die Lieferung erleichtert. Vitamin K kommt vor allem in grünem Gemüse (Brokkoli, Spinat, Gurken, Salat) sowie in Milchprodukten (Jogurt und Käse) vor. Vitamin D dagegen kommt insbesondere in Fischen (Lachs, Thunfisch, Dorsch, Makrele) sowie in Fischtran vor. Beide Vitamine können zudem in Form von Präparaten nach Konsultation eines Arztes und nach dessen Vorgaben eingenommen werden.

dr Katarzyna Suchoszek-Łukaniuk

Omega-3 und Entzündungen

Immer mehr Menschen klagen über Schmerzen am Bewegungsapparat. Meist handelt es sich dabei um Gelenkschmerzen als Symptom rheumatischer Gelenkentzündungen, die allgemein als „Rheuma“ bezeichnet werden, oder um systemischen Lupus erythematodes (SLE). Viele Menschen wissen gar nicht, dass diese Schmerzen durch Entzündungen entstehen, deren Ursache eine falsche Diät sein kann. Die Einschränkung des Verzehrs mancher Nahrungsmittel und die Bereicherung der Diät um Omega-3-Säuren können die Entstehung und Entwicklung von Entzündungen in unserem Organismus bedeutend einschränken.

Eine Entzündung ist ein geordneter Prozess der sich im mit Gefäßen durchsetzten Gewebe unter dem Einfluss eines beschädigenden Faktors abspielt. Die Entzündung kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden: chemische, physikalische und biologische. Die Hauptgruppe der entzündungsbedingten Veränderungen stellen Entzündungen und Degenerationen der Gelenke dar, die oftmals eine teilweise Arbeitsunfähigkeit bewirken. Sie verschlechtern damit die Lebensqualität und führen zu langjährigen, chronischen Schmerzen sowie einer bedeutenden Einschränkung der Bewegungsfähigkeit und Selbständigkeit. Man kann sie verhindern oder zumindest den Prozess abschwächen, indem man die Diät mit Omega-3-Säuren anreichert, die zur gruppe der essentiellen Fettsäuren gehören und für die richtige Funktion des Organismus unabdingbar sind. Diese Säuren finden in der Prophylaxe und Behandlung von Krankheiten der Herz-Kreislauf-Systems, des Verdauungssystems und des Nervensystems breite Anwendung. Sie sind zudem für die Regulierung der Entstehung und des Verlaufs von Entzündungsprozessen notwendig. Durch den Stoffwechsel werden aus den essentiellen Fettsäuren Gewebehormone, Eikosanoide, synthetisiert: Prostaglandine, Prostacycline, Leukotriene und Thromboxane, also Verbindungen, die an der Regulierung der Entzündungsprozesse beteiligt sind.

Eine an Omega-3-Säuren reiche Diät soll entzündungsbedingte Veränderungen im Organismus lindern, vor allem solche, die durch die toxischen Substanzen aus der Verdauung einiger Nahrungsmittel bewirkt werden. Diese schädlichen Verdauungsprodukte erinnern in ihrer Struktur an das Bindegewebe der Gelenke. Aufgabe des Immunsystems ist ihre schnelle Eliminierung. Manchmal kann das Immunsystem überempfindlicher Menschen diese schädlichen Stoffe jedoch mit gesunden Organen verwechseln und diese angreifen, wodurch Entzündungen entstehen.

Um diesen Prozess wirksam einzuschränken, ist in erster Linie die Diät zu prüfen und aus ihr Produkte zu eliminieren, die solche Entartungen und Entzündungen hervorrufen können. Dabei sind vor allem hochgradig verarbeitete Lebensmittel, die große Mengen von Konservierungsstoffen enthalten, aber auch Milchprodukte und Fleischprodukte sowie Getreideprodukte mit Gluten (Weizen, Mais) einzuschränken. Nachteilig ist zudem ein Übermaß an Omega-6-Säuren in der Diät. Das gegenseitige Verhältnis der Omega-3-Säuren und der Omega-6-Säuren ist für die korrekte Funktion des Immunsystems und die Regulierung des Verlaufs der Entzündungsprozesse sehr wichtig. Im menschlichen Organismus werden Omega-3-Säuren und Omega-6-Säuren während des Stoffwechsels mit Hilfe des gleichen Enzyms umgebaut und konkurrieren daher miteinander um den Zugang zu diesem Enzym. Im Ergebnis des Stoffwechsels entstehen aus den Omega-6-Säuren Verbindungen mit entzündungsförderndem Charakter, aus den Omega-3-Säuren dagegen – entzündungshemmende Verbindungen. Ein Übermaß an Omega-6-Säuren in der Diät begünstigt die Schwächung des Immunsystems und eine übermäßige Anfälligkeit für Entzündungen. Die Supplementierung von Omega-3-Säuren führt zur Bremsung der Freisetzung von entzündungsbegünstigenden Zytokinen sowie zur Stärkung der Antwort auf einen Entzündungszustand. Dadurch haben die Omega-3-Säuren einen vorteilhaften Einfluss auf die Arbeit des Immunsystems und schränken die Entstehung von Entzündungen ein. Deshalb sind die Lieferung eines ausgeglichenen Verhältnisses der essentiellen Fettsäuren mit der Nahrung und die regelmäßige Vervollständigung von Mangel an Omega-3-Säuren für Menschen mit häufigen Entzündungen sehr wichtig. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass der regelmäßige Verzehr von Omega-3-Säuren die Schmerzen bei rheumatischen Gelenkentzündungen und die morgendliche Steifheit der Gelenke mindert. Bei einem Teil der Kranken war sogar die Verringerung der Dosis der Glukokortikosteroide und der nichtsteroidalen Medikamente gegen die Entzündungen möglich.

Die beste und reichste pflanzliche Quelle von Omega-3-Säuren, die ohne Gefahr täglich verzehrt werden kann, ist ungereinigtes Leinöl mit hohem Linolenanteil. Die Einbindung von Leinöl in die Diät verbessert den Lebenskomfort von chronisch an Entzündungen erkrankten Menschen und hilft dabei, die weitere Entwicklung der Entzündungen einzudämmen.

dr Katarzyna Suchoszek-Łukaniuk

The role of OMEGA-3 in normal child development

Die Gesundheit und die richtige Entwicklung unserer Kinder gehören für alle Eltern zu den wichtigsten Dingen. Wir versuchen, auf verschiedenste Arten dafür zu sorgen, vergessen aber dabei häufig, wie wichtig im Entwicklungszeitraum eine bilanzierte und ausgeglichene Diät ist, die alle für die Gesundheit notwendigen Bestandteile umfasst. Dazu gehören die essentiellen Fettsäuren aus der Familie Omega-3, die für das Wachstum und die Entwicklung der Kinder ab dem Embryonalstadium sehr wichtig sind.

Die Gabe von Omega-3-Säuren mit der täglichen Diät ist für die richtige Entwicklung des Nervensystems, die Entwicklung der psychomotorischen und intellektuellen Fähigkeiten, der Fähigkeit zum Erkennen, den Aufbau der Netzhaut des Auges sowie die Verhinderung von Entzündungen, Allergien und Infektionen notwendig. Bereits ab dem Moment der Empfängnis sollte die künftige Mutter dafür sorgen, ihre Diät mit diesen Verbindungen zu bereichern.
Die wirtschaftlichste und sicherste Quelle von Omega-3-Säuren ist ungereinigtes Leinöl, das mehr als 50% solcher Säuren enthält. Zusätzlich sind die pflanzlichen Quellen der Fettsäuren frei von Verschmutzungen mit Schwermetallen, die sich vor allem in der Fischleber kumulieren. Aus den Omega-3-Säuren im Leinöl werden in unserem Organismus die anderen Omega-3-Säuren hergestellt.

Die Omega-3-Säuren werden im gesamten Schwangerschaftszeitraum benötigt, der Bedarf an diesen Säuren wächst in dieser Zeit auf das Vierfache. Das Kinder erhält sie zuerst durch den Mutterkuchen und später – nach der Geburt – über die Muttermilch.

Daher ist es besonders wichtig, Schwangeren und stillenden Müttern eine entsprechende Menge Omega-3-Säuren zu liefern. Im letzten Trimester der Schwangerschaft entwickelt sich das Nervensystem des Kindes, dessen Hauptbaustein eben die Omega-3-Säuren sind (sie stellen 60% aller das Gehirn aufbauenden Fette dar), besonders intensiv. Die Neugeborenen von Müttern mit einem hohen Spiegel der Omega-3-Säuren im Blut weisen eine höhere Reife des zentralen Nervensystems auf, was in ruhigem Schlaf und seltenerem Erwachen zum Ausdruck kommt. Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft und der Stillzeit zusätzliche Dosen Omega-3-Säuren zu sich nahmen, wiesen dagegen ein signifikant höheres Intelligenzniveau auf, als Kinder der Kontrollgruppe.
Im dritten Trimester der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr entwickelt der Säugling zudem intensiv die Netzhaut des Auges, für die die Omega-3-Säuren ein wichtiger Baustoff sind (die Trockenmasse der Netzhaut des Auges eines Kindes sollte zu 30% aus essentiellen Fettsäuren bestehen). Eine entsprechende Konzentration von Omega-3-Säuren erlaubt es zudem, das Risiko der Retinopathie zu minimieren und die Sehschärfe von Säuglingen im ersten Lebensjahr zu erhöhen. Sie hat zudem einen positiven Einfluss auf die Synthese des Surfactants, welches die Spannung in den Lungenbläschen verringert, wodurch das Risiko eines Kindstods durch Ateminsuffizienz verringert wird.

Ein Mangel an Omega-3-Säuren im Organismus des Kindes ist eine der Ursachen der Entwicklung von ADHD (Hyperaktivität). Die Vervollständigung der Diät um diese Säuren verringert die Hyperaktivität von Kindern bedeutend, hat einen positiven Einfluss auf ihre intellektuelle Entwicklung und erhöht die Konzentrations- und Erinnerungsfähigkeit. Dies folgt unter anderem daraus, dass diese Säuren eine der grundlegenden Bauelemente der Zellmembranen der Synapsen, also der Verbindungen zwischen den Nervenzellen, sind. Sie sind zudem ein Bestandteil der Neurotransmitter (z.B. Dopamin, Serotonin), also der Verbindungen, die an der Weiterleitung von Signalen zwischen den Nervenzellen beteiligt sind. Ein entsprechendes Niveau von Omega-3-Säuren im Organismus beschleunigt und reguliert den Informationsfluss im Nervensystem. Zusätzlich bauen die Omega-3-Säuren die Myelinhülle der Nervenzellen und haben damit Einfluss auf die präzise Übermittlung der Signale.

Ein Mangel an Omega-3-Säuren in der Diät des Kindes führt zu einem mangelhaften Aufbau der Zellmembranen, zu Veränderungen in der Netzhaut des Auges, häufigen Infektionen, Hautkrankheiten und einer langsameren Entwicklung. Zudem ist ein solcher Mangel mit dem Auftreten von Hyperaktivität und Problemen mit der Erinnerung, der Konzentration und dem Lernen verbunden. Daher sollten schwangere Frauen an eine Bereicherung ihrer Diät mit Omega-3-Säuren denken und diese Diät auch bei den Kindern während der gesamten Wachstums- und Entwicklungsphase fortsetzen. Dies sichert ihnen eine korrekte Entwicklung und ermöglicht es, im Erwachsenenalter zahlreiche Krankheiten zu vermeiden.

dr Katarzyna Suchoszek-Łukaniuk

Essentielle Fettsäuren – gesunde Fette

Täglich essen wir verschiedene Fette, ohne oftmals überhaupt zu wissen, wie sehr sie sich im Nährwert unterscheiden und wie sie Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen können. Noch vor ein paar Jahren war jede Art des Fetts ein unerwünschter Bestandteil der Diät. Heute wissen wir, welche Fette zu vermeiden sind und welche dagegen sogar unbedingt für die richtige Funktion des Organismus notwendig sind – und deshalb den Beinamen der „gesunden“ oder „vorteilhaften“ Fette erhielten.

In Hinsicht auf die Ernährung sind Fette für den Organismus vor allem eine Energiequelle. Sie erfüllen zudem aber auch viele andere Funktionen: sie sind Bestandteil der Zellmembranen aller Zellen im Organismus, Quelle von fettlöslichen Vitaminen sowie Ausgangssubstanz zur Synthese biologisch aktiver Substanzen, wie etwa Hormone.

Fettsäuren, die ein Bestandteil der Fette sind, können in gesättigte Säuren, einfach ungesättigte Säuren (z.B. Omega-9) sowie mehrfach ungesättigte Säuren (z.B. Omega-3 und Omega-6) eingeteilt werden.

GESÄTTIGTE SÄUREN, anzutreffen vor allem in tierischen Fetten (Schmalz, Speck, Wurstwaren, Butter, Sahne) werden vom Organismus fast ausschließlich als Energiequelle genutzt. Ihr Übermaß lagert sich als Fettgewebe ab und bewirkt einen Anstieg des Cholesterinspiegels im Blut, was in der Konsequenz zu Herzkrankheiten und Arteriosklerose führt. Eben aus diesem Grunde sind diese Fette ungesund und ihr Übermaß in der Diät sollte vermieden werden.

EINFACH UNGESÄTTIGTE FETTSÄUREN – sind die Fettsäuren Omega-9. Diese Fettsäuren stellen als Hauptbestandteil von Olivenöl das grundlegende Element der für unser Herz vorteilhaften mediterranen Diät dar und spielen neben den essentiellen Fettsäuren eine wichtige Rolle in der Prophylaxe gegen Arteriosklerose. Sie haben Einfluss auf die Absenkung des LDL-Cholesterins (des sogenannten „schlechten“ Cholesterins) und erhöhen gleichzeitig das Niveau der HDL-Fraktion (des sogenannten „guten“ Cholesterins), wobei sie keinen Einfluss auf das Niveau der Triglyceride (TG) haben. Im Mittelmeerraum, wo der Verzehr von Omega-9-Säuren sehr hoch ist, ist die Häufigkeit der Erkrankungen der Herzkranzgefäße und damit der Arteriosklerose sehr gering. Epidemiologische Untersuchungen bestätigten einen wichtigen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Omega-9-Säuren und der niedrigen Häufigkeit der Erkrankungen der Herzkranzgefäße, darunter auch der Herzinfarkte. Der regelmäßige Verzehr von Omega-9-Säuren ist für die Prophylaxe der Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems sehr wichtig.

MEHRFACH UNGESÄTTIGTE FETTSÄUREN – unser Organismus ist nicht in der Lage, diese Fettsäuren selbst herzustellen, Daher wurden sie „essentiell“ genannt. Essentielle Fettsäuren werden auch Vitamin F genannt und kommen vor allem in Pflanzen- und Fischölen vor. Zu den essentiellen Fettsäuren gehören die Omega-3-Säuren, deren reichste Quelle Leinöl ist, und die Omega-6-Säuren, die in großer Menge in Öl aus Nachtkerzen, Sonnenblumen und Weintrauben vorkommen. Vom Gesichtspunkt der Physiologie der Ernährung des Menschen haben die essentiellen Fettsäuren die größte Bedeutung von allen Fetten. Sie stellen ein wichtiges Baumaterial der Zellmembranen dar und sind für deren korrekten Aufbau und die richtige Funktion verantwortlich. Durch den Stoffwechsel werden aus den essentiellen Fettsäuren Gewebehormone, Eikosanoide, synthetisiert: Prostaglandine, Prostacycline, Leukotriene und Thromboxane, die an der Regelung der Entzündungs- und Immunprozesse teilnehmen. Die essentiellen Fettsäuren sind für den Transport der Lipide im Blut verantwortlich, vor allem des Cholesterins. Auf diese Weise tragen sie zur Senkung seines Spiegels bei. Sie verhindern die Gerinnung des Blutes durch die Fähigkeit zur Hemmung der Aggregation der Blutplättchen, wodurch sie Thrombosen vorbeugen. Sie erhöhen den Durchfluss des Blutes durch die Herzkranzgefäße und damit die Stärke der Kontraktion des Herzmuskels. Die essentiellen Fettsäuren sind ein wichtiges Element in der Prophylaxe der Krankheiten des Herzen und des Blutkreislaufes. Der regelmäßige Genuss essentieller ungesättigter Fettsäuren ist darüber hinaus für das richtige Wachstum und die Entwicklung von Kindern.

Die Menge und die Art der verzehrten Fette hat in der Prophylaxe zahlreicher Krankheiten besondere Bedeutung. Bedingung für eine korrekte Funktion aller drei Arten der ungesättigten Fettsäuren ist ihr entsprechendes Verhältnis in der täglichen Diät. Die europäische Standarddiät liefert große Mengen an Omega-6-Säuren, während der Anteil von Omega-3-Säuren sehr gering ist. Dies führt dazu, dass das Verhältnis von Omega-6-Säuren zu Omega-3-Säuren gestört ist und etwa 20:1 beträgt, während es korrekt im Intervall zwischen 4:1 und 2:1 liegen müsste.

Ein entsprechendes Verhältnis der essentiellen Fettsäuren ist für die korrekte Funktion des Organismus sehr wichtig. Im Ergebnis des Stoffwechsels entstehen aus den Omega-6-Säuren Verbindungen mit entzündungsförderndem Charakter, aus den Omega-3-Säuren dagegen – entzündungshemmende Verbindungen. Ein langfristiges Übermaß an Omega-6-Säuren in der Diät begünstigt die Schwächung des Immunsystems und eine übermäßige Anfälligkeit für Entzündungen. Wichtig ist daher, dem Organismus alle Arten der ungesättigten Fettsäuren in entsprechenden, ausgeglichenen Proportionen zu liefern.

Die natürlichste und am einfachsten zugängliche Quelle aller ungesättigten Fettsäuren ist ungereinigtes Leinöl. Dieses Öl ist die reichste Quelle von Omega-3-Säuren – es enthält mehr als 50% dieser Verbindungen. Aus den Omega-3-Säuren im Leinöl werden in unserem Organismus die anderen Omega-3-Säuren hergestellt: EPA und DHA, die sich in Fischtran befinden. Die Umkehrreaktion findet dagegen nicht statt – aus EPA und DHA im Fischtran erzeugt der Organismus kein ALA. Zusätzlich sind die pflanzlichen Quellen der Fettsäuren frei von Verschmutzungen mit Schwermetallen, wie etwa Quecksilber, das sich vor allem in der Fischleber kumuliert, aus der die Fette erhalten werden. Daher sollte ungereinigtes Leinöl als natürliche und reiche pflanzliche Quelle der Omega-3-Säuren genutzt werden.

dr Katarzyna Suchoszek-Łukaniuk

OMEGA-3 in the prevention of cardiac and vascular diseases

Krankheiten des Herzen und des Blutkreislaufes sind ein Problem, mit dem fast jeder von uns Kontakt hat. Wenn schon nicht wir selbst, dann sind doch ganz sicher unsere Verwandten von Bluthochdruck, Arrhythmie oder zu hohem Cholesterinspiegel betroffen, was in der Konsequenz oftmals zu Arteriosklerose, koronarer Herzkrankheit, Herzanfall oder Gehirnschlag führen kann. Nicht immer wissen wir jedoch, ob eine Änderung unserer täglichen Diät der Entwicklung dieser Krankheiten vorbeugen kann.

Um das Risiko von Krankheiten des Herzen und des Blutkreislaufes zu verringern, mahnen Spezialisten vor allem eine Änderung des Lebensstils an – durch höhere physische Aktivität sowie durch Veränderung der Ernährungsgewohnheiten. Bewegung und eine gesunde, bilanzierte Diät helfen dabei, den Organismus in besserer Kondition zu erhalten und dadurch die für unseren Organismus schädlichen Prozesse zu verhindern, wie etwa Kalkablagerungen in den Blutgefäßen. Oftmals sind wir uns nicht bewusst, dass wir eben durch ungesunde Ernährung nicht die wirklich für unsere Gesundheit wichtigen Nahrungsbestandteile übergehen. Zu Ihnen gehören die Omega-3-Säuren.

Die Omega-3-Säuren gehören zu den essentiellen mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die für eine korrekte Funktion des Organismus notwendig sind. Diese Fettsäuren werden nicht durch den Organismus erzeugt und müssen daher mit der Nahrung zugeführt werden Die Omega-3-Säuren sind der grundlegende Baustoff für die biologischen Membranen in jeder Zelle des Organismus und der Ausgangsstoff zum Bau der Gewebehormone – der Eikosanoide, die viele wichtige Zellprozesse im Organismus steuern. Die Omega-3-Säuren sind ein wichtiges Element in der Prophylaxe der Krankheiten des Herzen und des Blutkreislaufes. Eine an diesen Säuren reiche Diät verringert das Risiko von Krankheiten des Blutkreislaufes. Die Säuren sind zudem für dessen korrekte Funktion notwendig. Folge ihres Mangels sind Krankheiten des Herz- und Gefäßsystems, wie etwa Bluthochdruck, Arrhythmie, Arteriosklerose oder Herzanfall.

Wirkung gegen Arteriosklerose
Einer der Gründe für Arteriosklerose ist ein Übermaß an Trigyceriden im Blut sowie von Cholesterin, die sich an den Wänden der Blutgefäße ablagern und diese schrittweise verstopfen. Die Omega-3-Säuren sind für den Transport der Lipide im Blut verantwortlich, vor allem des Cholesterins. Auf diese Weise tragen sie zur Senkung seines Spiegels bei. Sie verringern die Menge der Triglyceride und des Cholesterins durch die Bremsung der Synthese der Lipoproteine mit geringer Dichte und der Triglyceride in der Leber. Untersuchungen zeigten, dass die Omega-3-Säuren das Niveau der freien Triglyceride im Blut um etwa 25% senken.

Wirkung gegen Thrombose
Die Omega-3-Säuren sind ein wesentliches Element der Prophylaxe von Herz- und Gefäßkrankheiten. Bei Personen mit Arteriosklerose verengen sich die Blutgefäße durch Ablagerungen von Fett an den Wänden. Im Zusammenhang damit besteht das Risiko, dass ein solches Gefäß durch geronnenes Blut vollständig verstopft und der Durchfluss versperrt wird. In der Konsequenz dringt das Blut nicht mehr zu so wichtigen Organen, wie dem Gehirn oder dem Herz vor, was zu Schlaganfällen oder Herzinfarkten führen kann. Die Omega-3-Säuren verhindern die Gerinnung des Blutes durch die Fähigkeit zur Hemmung der Aggregation der Blutplättchen, wodurch sie Thrombosen vorbeugen. Sie erhöhen den Durchfluss des Blutes durch die Herzkranzgefäße und damit die Stärke der Kontraktion des Herzmuskels.

Wirkung gegen Arrhythmie und Einfluss auf den Blutdruck
Fettsäuren vom Typ Omega-3 zeigen Wirkungen gegen Arrhythmie und helfen bei der Einhaltung des richtigen Blutdrucks. Sie verringern die Sensibilität der Zellen des Herzmuskels für nicht mit dem richtigen Rhythmus des Herzen synchronisierte Signale, die deren Kontraktion bewirken, was eine der Ursachen für Herzarrhythmien ist. Die Omega-3-Säuren bewirken zudem eine Verringerung des Blutdrucks, verringern das Risiko eines Risses in den Blutgefäßen bei Personen mit Bluthochdruck und damit auch das Risiko von Schlaganfällen.

Verhinderung von Todesfällen durch Herzanfall
Der regelmäßige Verzehr einer entsprechenden Menge von Omega-3-Säuren in der Diät beugt Herzanfällen vor und verringert das Risiko von Todesfällen durch einen Herzanfall. Die in den USA, Dänemark, Finnland und den Niederlanden durchgeführten Untersuchungen zeigten, dass bei Personen, die regelmäßig Omega-3-Säuren aufnehmen, das Risiko von Todesfällen durch koronare Herzkrankheiten um etwa 50% zurückgeht.

Die Fettsäuren Omega-3 können daher als unsere Verbündeten im Kampf gegen Krankheiten des Blutkreislaufes angesehen werden. Leider ist unser Organismus nicht in der Lage, sie selbst herzustellen, weshalb sie unbedingt mit der Diät zugeführt werden müssen. Meist nutzen wir entsprechende Medikamente mit Fischtran, um den Mangel an Omega-3-Säuren aufzufüllen. Es gibt jedoch auch eine andere, wirtschaftlichere pflanzliche Quelle – kaltgepresstes Leinöl. Dieses Öl, das aus einer speziellen Abart von Lein mit hohem Gehalt an Omega-3-Säuren (Alfa-Linolensäure) hergestellt wird, enthält mehr als 50% dieser wertvollen Verbindungen und ist deren reichste pflanzliche Quelle. Aus den Omega-3-Säuren im Leinöl werden in unserem Organismus die anderen Omega-3-Säuren hergestellt: EPA und DHA, die sich in Fischtran befinden. Es reicht daher aus, Leinöl mit hohem Gehalt an Alfa-Linolensäure zu sich zu nehmen, um unseren Organismus mit allen drei Arten der Omega-3-Säuren auszustatten.

dr Katarzyna Suchoszek-Łukaniuk